301 Folgen.
Wenn ich das so ausspreche bzw. schreibe, wirkt es immer noch kaum greifbar.
Seit Oktober 2018 gibt es diesen Podcast – erst unter CAMPER NOMADS Podcast, später als CAMP & WORK Podcast. Über all die Jahre sind so viele Gespräche entstanden: mit Menschen, die im Camper leben und angestellt arbeiten, mit Selbstständigen, mit digitalen Nomad:innen, mit Quereinsteiger:innen, mit denen, die noch ganz am Anfang stehen – und mit denen, die schon ein paar Umwege hinter sich haben.
Und jetzt sitze ich hier und sage: Ich ziehe die Reißleine.
Nicht aus einer Laune heraus. Nicht aus Frust. Und auch nicht, weil mir die Themen ausgegangen wären. Sondern weil ich Verantwortung übernehme – für mein Business, meine Zeit und meine Energie.
300 Folgen CAMP & WORK Podcast – und was man davon nicht sieht
Von außen wirkt ein Podcast oft leicht. Man sieht oder hört eine fertige Folge, vielleicht ein schönes Thumbnail, eine klare Tonspur, ein rundes Gespräch. Was man nicht sieht, ist alles, was davor und danach passiert.
Im August 2025 haben André, unser Cutter Sebastian und ich euch ganz bewusst hinter die Kulissen mitgenommen und über genau diese Dinge gesprochen: über Abläufe, über Vorbereitung, über Schnitt, über Kosten und über den zeitlichen Aufwand. Hier geht’s zur Folge.
Und die Realität ist: Der Podcast bringt aktuell kein Geld ein. Es gibt keine externen Sponsorings, keine bezahlten Werbepartner. Wenn ihr über YouTube hört, wird euch dort Werbung ausgespielt – aber das ist nicht das, worauf dieses Format aufgebaut ist.
Gleichzeitig entstehen monatliche Kosten. Für Schnitt. Für Technik. Für Arbeitszeit. Wenn André Interviews übernimmt, stellt er mir selbstverständlich seine Stunden in Rechnung – und das ist auch absolut richtig so. Aber es bleibt ein Kostenfaktor.
Dazu kommt mein eigener Zeitaufwand: Gesprächsanfragen, Abstimmung, Vorbereitung, Aufnahme, Kommunikation, Veröffentlichung.
CAMP & WORK ist mein Business. Und irgendwann kommt der Punkt, an dem ich mir ehrlich die Frage stellen muss: Trägt dieses Format das, was es kostet – finanziell und energetisch?
Im Moment lautet die Antwort: nein.
Und deshalb ziehe ich die Reißleine. Nicht, um etwas zu beenden – sondern um es gesund weiterentwickeln zu können.
Podcast-Pause: Warum ich bewusst die Reißleine ziehe
Diese Entscheidung ist keine spontane Reaktion. Sie ist das Ergebnis von Abwägung.
Der Podcast in seiner bisherigen Form pausiert.
Das bedeutet:
- Keine wöchentlichen Folgen mehr.
- Kein fester Dienstagmorgen um 5 Uhr.
- Kein klassisches Intro und Outro.
Aber es bedeutet nicht, dass CAMP & WORK verschwindet. Und es bedeutet auch nicht, dass ich aufhöre, über das Arbeiten im Camper zu sprechen.
Es bedeutet Veränderung.
Und Veränderung gehört – gerade im unternehmerischen Kontext – dazu.
Ein (mögliches) neues Podcast-Format: Begleitung eines Neustarts
Gemeinsam mit Melli von Happy Camping entsteht gerade ein Format, das wir bewusst offenhalten – eine Begleitung ihres Neustarts. Vielleicht erinnert ihr euch an ihre Folge im Sommer: Damals war sie zu rund 90 Prozent mit ihrem Camper-Gespann unterwegs und arbeitete angestellt. Diese Folge ist bei euch auf große Resonanz gestoßen.
Seitdem hat sich bei ihr einiges verändert. Nun steht ein neues Kapitel an – der Schritt in die Selbstständigkeit. Oder zumindest der ernsthafte Versuch, diesen Weg zu gehen. Und genau diesen Übergang möchten wir begleiten.
In gemeinsamen Gesprächen nehmen wir euch mit in diesen Prozess – nicht als fertige Erfolgsgeschichte, sondern als Entwicklung, die gerade entsteht. Es geht um Gründung, Positionierung und Kundengewinnung, aber genauso um Zweifel, finanzielle Unsicherheit, Entscheidungen und persönliche Entwicklung. Also um all das, was dazugehört, wenn man sich auf einen neuen Weg macht.
Die Folgen werden unregelmäßig erscheinen, ohne festen Veröffentlichungsplan. Kein starrer Rhythmus, sondern Raum für echte Entwicklungen. Wer den Podcast abonniert hat, bekommt automatisch mit, wenn eine neue Episode online geht.
Podcast trifft YouTube: Mehr Video-Inhalte rund ums Arbeiten im Camper
Parallel zur Podcast-Pause verlagere ich einen Teil meines Fokus stärker auf YouTube.
Gemeinsam mit Regine, Andreas und Uwe vom CAMP & WORK Shop stellen wir euch Produkte vor, die wir selbst nutzen – etwa Router fürs mobile Arbeiten oder Technik fürs Van Office.
Wir sprechen darüber:
- Warum genau dieses Produkt?
- Was funktioniert wirklich?
- Wo liegen Schwächen?
- Für wen lohnt es sich – und für wen nicht?
Zusätzlich geht die „Arbeiten unterwegs“-Serie weiter, die ich bereits 2025 gestartet habe – ebenfalls ohne festen Veröffentlichungsplan, aber dafür natürlich weiterhin mit spannenden Menschen und ihrem mobilen Lebensstil.
Podcast, Community und VANLIFE CAMPUS: Wo der Fokus jetzt liegt
Wenn ich meine Energie neu verteile, dann dorthin, wo ich die größte Wirkung sehe.
Die Community ist für mich nach wie vor das Herzstück von CAMP & WORK. Dort entstehen echte Gespräche, gegenseitige Unterstützung und ein Austausch, der tiefer geht als viele Social-Media-Kommentare.
Im VANLIFE CAMPUS greifen wir Themen rund ums Arbeiten im Camper noch strukturierter auf:
- Selbstständig starten
- Angestellt unterwegs arbeiten
- Krankenversicherung
- Website & Positionierung
- Gründung
- mobiles Office
- persönliche Zweifel und Selbstwert
Dort geht es nicht nur um Information, sondern um Entwicklung.
Mehr Raum für Events und persönliche Begegnungen
Neben dem Podcast werden auch die Offline-Events weiterhin eine wichtige Rolle spielen.
Vom 16.–19. Juli treffen wir uns auf dem Lüttsche-Hoff bei Bremen zum nächsten CAMP & WORK Event.
Und wer weiter vorausplant, kann sich schon jetzt den 3.–6. Juni 2027 vormerken – dann findet die CAMP & WORK Konferenz in Süddeutschland, in der Nähe von Ulm, statt.
Persönliche Begegnungen, Gespräche vor Ort, gemeinsames Arbeiten, Austausch am Lagerfeuer oder zwischen zwei Workshops – das sind oft die Momente, in denen neue Ideen entstehen und Verbindungen wachsen.
Manchmal bringt ein gemeinsames Wochenende mehr Klarheit als viele Stunden vor dem Bildschirm.
Was ich nach 300 Podcast-Folgen über Selbstständigkeit gelernt habe
Zum Schluss möchte ich euch etwas mitgeben, das sich durch viele Gespräche im Podcast immer wieder bestätigt hat.
Leidenschaft ist wichtig – aber sie ist nicht alles. Leidenschaften können sich ändern. Fähigkeiten und Kompetenzen bleiben.
Ein tragfähiges Business entsteht selten nur aus Begeisterung. Es entsteht aus Lernen, Ausprobieren, Anpassen und Durchhalten.
Am Anfang gibt es keine Systeme. Keine Abkürzungen. Kein „easy peasy“.
Rechnet realistisch. Stellt euch die unbequemen Fragen. Und unterschätzt euer Netzwerk nicht – viele Chancen entstehen durch Gespräche, nicht durch perfekte Planung.
Und wenn Zweifel auftauchen: Das ist normal. Sie gehören zum Prozess.
Fazit zur Podcast-Pause: Es ist kein Ende, sondern ein Neustart
Ich ziehe die Reißleine beim Podcast – aber ich beende CAMP & WORK nicht.
Der Podcast pausiert in seiner bisherigen Form, ja. Doch die Inhalte verschwinden nicht, sie entwickeln sich weiter. Die Community wächst, der Austausch wird intensiver, die Events stehen fest im Kalender und neue Formate entstehen bereits im Hintergrund.
Arbeiten im Camper ist nicht immer leicht. Ein Business unterwegs aufzubauen erst recht nicht. Es braucht Zeit, Klarheit, Entscheidungen – und manchmal eben auch den Mut, Dinge zu verändern.
Aber es ist machbar.
Und genau darum geht es hier bei CAMP & WORK.
Links
VANLIFE CAMPUS: https://vanlife-campus.de
Events: https://camp-work.de/events/
YouTube: https://www.youtube.com/@campandwork
Shop: https://shop.camp-work.de
Folge mit Melli: https://camp-work.de/melli-von-happy-camping-vollzeit-im-wohnwagen/
Folge über den Podcast: https://camp-work.de/camp-work-podcast-einblicke/







